<Biotope- Metamorphic Symbiosis> von Jungeun Lee
Die Künstlerin der ersten Langzeit-Residency des Jahres 2022 ist Jungeun Lee, die an ihrer Installation Biotope-Metamorphic Symbiosis arbeitet, die die Beziehungen zwischen Mikroorganismen und Menschen visualisiert und sonifiziert. In AIR InSILo plant die Künstlerin, verschiedene Wasserquellen im Raum von Hollabrunn - Teiche, Bäche, Feuchtbiotope zu erforschen, aus ihnen Proben zu entnehmen und damit Ökosphären zu bauen, um dann die Bewegung von Mikroorganismen in Klang umzuwandeln und zu verstärken. Bewegungen von Schnecken, die Moos von den Wänden kratzen, Hydras, die mit langen Tentakeln kopfüber an Pflanzen hängen, und Blutegeln, die nach Nahrung jagen, die größer als ihr Körper ist - all das wird mithilfe von Bewegungssensoren erfasst und durch Verstärker übertragen. Das Projekt stellt sich der Herausforderung, dem Ungehörten und Unsichtbaren auf der Welt eine Stimme zu geben. In einer Zeit, in der unser Planet bedroht ist, stellt die Ökosphäre eine letzte Oase dar. Diese Ökosysteme sind wie Zeitkapseln. Sie sind Ressourcen für Spezies, mit denen wir das Leben auf diesem Planeten teilen. Sie enthalten eine enorme Artenvielfalt und werden von zahlreichen Pflanzen- und Tierarten und verschiedenen Gemeinschaften lebender Mikroorganismen bewohnt.
Martin Breindl/ Bernhard Kathan, HZWEIO
Martin Breindls und Bernhard Kathans neue Version ihrer Installation HZWEIO beim Festival minus20degree in Falchau, Salzburg, 20. - 22. Jänner 2022: Eine Batterie von Maischetonnen mit einem Fassungsvermögen von je zweihundert Litern wird im Pfarrgarten vor der Kirche errichtet, direktem Sonnenlicht ausgesetzt. Jedes Fass enthält ungefähr hundert leere PET-Flaschen, leicht zusammengedrückt und wieder hermetisch verschlossen. Sie dehnen sich mit zunehmender Temperatur aus und ziehen sich zusammen, wenn die Umgebung abkühlt, und erzeugen so eine Vielzahl von leisen Klick- und Ploppgeräuschen. Mikrofone nehmen diese auf und übertragen sie an ein Lautsprechersystem im öffentlichen Raum. Die Komposition folgt einem Algorithmus, vollständig an die Naturgesetze gebunden, dem Rhythmus von Tag und Nacht, sowie von Temperaturveränderungen, die sich den lokalen Wetterbedingungen verdanken.
9-31.01.2022
Offenes Atelier X-Mas Report
20.12.2021
Während des Offenen Ateliers X-Mas in AIR InSILo präsentierte das Künstlerduo Szymon Kula und Jennetta Petch ihre neueste Arbeit The Boundaries of Sustainability, die während des sechswöchigen Aufenthalts in Hollabrunn entstanden ist. Die vollständige Fotodokumentation ist auf der Seite des Projekts verfügbar.
20-22.01.2022
12.11.2021

November Fundraising

Wie die Welt funktioniert Interview
29.11.2021
Wie die Welt funktioniert von Maria Safronova Wahlström und Johannes Wahlström beschreibt die rapide sich verändernde Welt, von der wir und unsere Gesellschaft umgeben sind; und das, was im Zusammenhang mit der Pandemie deutlich ans Licht trat. Wie die Welt funktioniert basiert auf den UN-Nachhaltigkeitszielen 2030 und auf Interviews mit Menschen, die in den betroffenen Bereichen tätig sind. Ihre Antworten bilden die Grundlage für eine Reihe grafischer Arbeiten, die auf spielerische Weise Themen beleuchten, die wir allzu oft als zu kompliziert erachten, um sie zu verstehen. Das Projekt zielt darauf ab, die Recherche zu aktuellen politischen und wirtschaftlichen Fragestellungen mit einer einfachen und spielerischen grafischen Form zu verbinden, die sowohl im Kunstkontext als auch in Schulen ausgestellt und verbreitet werden kann.

Die Vollversion des Interviews ist nur für Förderer abrufbar.
Offenes Atelier X-Mas
Offenes Atelier X-Mas in AIR InSILo
18.-19.12.2021, in Hollabrunn.

• ein kleiner Einblick ins Atelier mit Szymon Kula und Jennetta Petch
• neue Kunstwerke der Künstler der Residency: von erschwinglichen Drucken bis hin zu Originalen (besuchen Sie unseren Online-Shop, um auszuwählen)
• Glühwein von AIR InSilo
Öffnungszeiten: 18., 19. Dezember 2021
14 bis 17 Uhr
Das Erdgeschoss ist barrierefrei.
18-19.12.2021
Wenn wir die Summe von 5.100,- Euro erreichen, können wir unsere/n ersten Gastkünstler*in im Rahmen des Hilfsprogramms einladen. Der Mindestaufenthalt beträgt drei Monate.

Um eine/n Künstler*in für drei Monate zu hosten, benötigen wir ein Budget für:
1. Raum zum Leben und Arbeiten (gemeinsam mit der Familie möglich) als Sachleistung von AIR InSilo
2. Reisen, incl. Versicherungen (300 Euro innerhalb Europas, 600 Euro -- aus dem außereuropäischen Ausland)
3. Transport (300 Euro für drei Monate)
4. Künstlerhonorar (1.950 Euro für drei Monate)
5. Material-/ Produktionskosten (1.050 Euro für drei Monate)
6. Betriebskosten (600 Euro für drei Monate)
7. Kuratoren-/Organisationshonorar (600 Euro für drei Monate)

GESAMT: 5.100 Euro -- oder 1.700 Euro pro Monat, die wir sammeln müssen, um unseren ersten Gast einzuladen.

Werden Sie noch heute FÖRDERER!
Scoby Spin Cycle

Die erste Künstlerin des OPEN CALLS von AIR InSILo ist Mary Maggic. Sie arbeitet in der letzten Oktoberwoche am SCOBY SPIN CYCLE. Es ist dies eine post-anthropozentrische performative Kunstinstallation und ein absurdes Maschinenobjekt, das die industrielle Produktion von SCOBY (eine symbiotische Kultur von Bakterien und Hefen) in einem Kombucha-Bioreaktor optimiert. Dieser wird durch die körperliche und anstrengende Arbeit eines menschlichen Subjekts an einem Fitnessgerät in permanenter Rotation gehalten wird. Das Projekt reflektiert die Rolle der Technologie in menschlichen und nicht-menschlichen Beziehungen in der Gewinnung und Ausbeutung von Ressourcen, sowie die menschlichen Wünsche nach Fitness und Körperoptimierung. Können feministische Praktiken von Fürsorge und Wahlverwandtschaft die notwendige Intimität in Beziehungen zwischen verschiedenen Species, die historisch gesehen durch den Kapitalismus voneinander entfremdet wurden, wieder herstellen?
23-31.10.2021
Tage der offenen Ateliers - Ein Bericht
16-17.10.2021
Langzeit- Residents Jennetta Petch und Szymon Kula

Während ihres Aufenthalts wird das Künstlerduo ihre Forschung über die Grenzen der Nachhaltigkeit der künstlerischen Produktion fortsetzen. Petch und Kula entwickeln ein Projekt weiter, das sie im Winter 2020 in Embrun, einem kleinen Ort in den französicchen Alpen, gestartet haben. Sie untersuchen, wie man Materialien angesichts des Chaos der Umweltkrise nachhaltig verwenden und verarbeiten könnte, und wie uns diese Materialien helfen können, in einer chaotischen Welt zu existieren und möglicherweise sogar zu wachsen, und wie die Arbeit an den Objekten ein Gefühl für Zeit- und Raumstruktur vermitteln kann.
9.11-20.12.2021
Flugzeugfallen
von Martin Breindl
Der Künstler und Kurator von AIR InSILo, Martin Breindl, präsentiert sein Projekt „Flugzeugfallen“, eine Installation bestehend aus 55 Assemblagen von Modellflugzeugen und Bügeleisen, sowie einer Videoprojektion (produziert von Ksenia Yurkova), die zwischen 2018 und 2021 entstanden sind. „Flugzeugfallen“ ist ein impulsives Alphabet, ein aus der Kindheit hochgespültes Zeichensystem, dahinter ein höheres Gesetz, das Kunst und Handeln in Einklang bringt. Die gesamte Serie wird zum ersten Mal gezeigt, und zwar in der Scheune des Hauses, in dem Martin aufgewachsen ist – und das jetzt AIR InSilo beherbergt – indem die Trümmer der Vergangenheit zu einem Ganzen gefügt in eine Ordnung gebracht werden wie nach einem Flugzeugabsturz.
Tage der offenen Ateliers und Hilfsprogramm
Bei den NÖ Tagen der Offenen Ateliers vom 16.-17. Oktober 2021 können Sie Unterstützer des Hilfsprogramms von AIR InSILo werden, indem Sie
• Kunstwerke von den Artists in Residence kaufen: von preiswerten Drucken bis hin zu Originalkunstwerken (siehe Katalog). 70% des Verkaufspreises gehen an die Künstler*innen, 30% an das Hilfsprogramm von AIR InSILo
• Bio-Waren aus dem Garten von AIR InSilo kaufen
• Patron*in des Hilfsprogramms werden
• Ihre Freunde einladen und die Nachricht verbreiten
16-17.10.2021
Aller Unsinn hebt sich auf
09.10.2021
Während seines Aufenthalts in AIR InSILo arbeitet der eingeladene Künstler und Autor Bernhard Kathan an seinem akustischen Stück „Aller Unsinn hebt sich auf“, das während der Tage der offenen Ateliers vom 16.-17. Oktober präsentiert wird. Das Stück ist Daniel Paul Schreber (1842 - 1911) gewidmet, der dank seines Buches „Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken“ als prominentester Fall in der Geschichte der Psychiatrie gilt. Sigmund Freud, C.G. Jung, Elias Canetti, Jacques Lacan, Gilles Deleuze, Félix Guattari und andere beschäftigten sich mit seiner bizarren Bildsprache.
Üblicherweise denkt man, Ärzte seien darum bemüht, die Kranken zu verstehen. Kathan enthüllt jedoch, dass uns Schrebers Geschichte etwas anderes lehrt: Tatsächlich sind die Kranken angehalten, die behandelnden Ärzte zu verstehen. Und so produzierte denn auch Schreber die von ihm erwarteten Zeichen.
Kathan rekontextualisiert Schrebers Denkwürdigkeiten und enthüllt mit Hilfe von Klang und Grafik Bedeutungen im Chaotischen. Indem er sich weigert, Schreber als „Fall“ anzusehen, weist er darauf hin, dass der Patient, um seinen Ärzten dienlich zu sein, absichtlich alle Anzeichen hervorgebracht hat, die von ihm erwartet wurden.
16-17.10.2021
Endlich ist die Auswahl abgeschlossen und wir freuen uns, die ersten Residents von AIR InSILo bekannt geben zu können! Es sind:
• Mary Maggic (A) für die Kurzzeit-Residency im Oktober 2021
• Szymon Kula und Jennetta Petch (PL/ UK) für die Langzeit-Residency im November – Dezember 2021
• Hung-Fei Wu (Taiwan) für die Langzeit-Residency im Jänner – Februar 2022
Aufgrund der sehr hohen Qualität der Einsendungen haben wir eine Ausnahme gemacht und einen zusätzlichen Slot für
• das TIST Kollektiv /Yulia Tikhomirova und Michele Liparesi/ (I) für eine Kurzzeit-Residency im März 2022
Die Shortlist:
• Marina Shamova (RU)
• Damla Yalçin (TR)
• Jungeun Lee (South Korea)
• Oksana Rudko (RU)
• Elena Redaelli (I)
• Laura Fernandez Antolin (E)
• Juan Gugger (F)
• eeefff (Belarus/ RU)
sind auf der Warteliste von AIR InSILo mit Präferenz bei den zukünftigen Calls und/oder werden direkt für Projekte im Rahmen von AIR InSILo oder Partnerinstitutionen eingeladen.
In diesem Jahr haben wir 22 Bewerbungen für die Kurzzeit- und 114 für die Langzeit-Residency aus 47 Ländern erhalten.

30.09.2021

Die Auswahl der Artists in Residence

Wie die Welt funktioniert
04.10.2021
Wie die Welt funktioniert von Maria Safronova Wahlström und Johannes Wahlström beschreibt die rapide sich verändernde Welt, von der wir und unsere Gesellschaft umgeben sind; und das, was im Zusammenhang mit der Pandemie deutlich ans Licht trat. Wie die Welt funktioniert basiert auf den UN-Nachhaltigkeitszielen 2030 und auf Interviews mit Menschen, die in den betroffenen Bereichen tätig sind. Ihre Antworten bilden die Grundlage für eine Reihe grafischer Arbeiten, die auf spielerische Weise Themen beleuchten, die wir allzu oft als zu kompliziert erachten, um sie zu verstehen. Das Projekt zielt darauf ab, die Recherche zu aktuellen politischen und wirtschaftlichen Fragestellungen mit einer einfachen und spielerischen grafischen Form zu verbinden, die sowohl im Kunstkontext als auch in Schulen ausgestellt und verbreitet werden kann.
Tage der offenen Ateliers
NÖ Tage des offenen Ateliers in AIR InSILo
am 16. und 17. Oktober 2021 in Hollabrunn.

• die neue Künstlerresidenz in Hollabrunn
• die Ausstellung „Flugzeugfallen“ von Martin Breindl (mit Unterstützung von
Ksenia Yurkova)
• die Klanginstallation „Aller Unsinn hebt sich auf“ des Artist in Residence von AIR InSILo Bernhard Kathan
• Kunstwerke der Artists in Residence: von preisgünstigen Drucken bis hin zu Originalkunstwerken (Katalog unten)
• Hilfsprogramm von AIR InSILo: Mit einer kleinen Spende können Sie Künstler*innen in kritischen Lebenssituationen helfen, um sie einladen zu können, drei Monate in Hollabrunn zu leben und zu arbeiten,
• Bio-Produkte aus dem eigenen Garten

Öffnungszeiten: 16. und 17. Oktober 2021, jeweils 14 bis 18 Uhr
Das Erdgeschoss ist barrierefrei zugänglich

16-17.10.2021
Martin Breindl, Flugzeugfalle #19 Der rote Baron, 2019
Foto: Ksenia Yurkova

Langzeit Residency -
Open Call

15.08-15.09.2021

Kurzzeit Residency -
Open Call

Wir verstehen (künstlerische) Kreativität als ein Grundbedürfnis des Menschen und laden Künstler*innen, Kurator*innen und Forscher*innen ein, ihre Gedanken und Konzepte zur Nachhaltigkeit individuellen Lebens, sowie zu den ethischen Herausforderungen und Grenzen der Nachhaltigkeit künstlerischer Produktion einzubringen; Kunstproduktion nicht als Ware zu betrachten; sich alternative Wirtschaftssysteme zur Aufrechterhaltung künstlerischer Produktion vorzustellen; Grenzen von Wohn- und Arbeitsraum, Freizeit und Arbeitszeit zu definieren; über geeignete Open-Source-Technologien und Open-Design nachzudenken; Wege der Zusammenarbeit dezentraler Gemeinschaften zu finden...
15.08-15.09.2021
Der erste thematische Call von AIR InSILo ist von den Ideen von Leopold Kohr (1909 – 1994) inspiriert, einem prominenten, aber unterschätzten österreichischen Philosophen. Sein Konzept des „Small is Beautiful“ hat das Denken vieler nachfolgender Wissenschaftler*innen beeinflusst und die Konzepte von Dezentralisierung, Lokalismus, Postentwicklungs- und Postwachstumstheorie, Bioregionalismus und das Prinzip der Nachhaltigkeit geprägt.
Patronagen
für das Hilfsprogramm
Die Patreon-Seite von AIR InSILo ist dem Hilfsprogramm des Vereins gewidmet. Das Ziel des Programms ist, Künstler*innen in kritischen Lebenssituationen zu
unterstützen, sowie Künstler*innen, die ihr Einkommen verloren haben oder sich aufgrund von schwierigen Lebensumständen in einer Krise befinden, einzuladen und ihnen eine Weiterführung ihrer Arbeit zu ermöglichen. Ein besonderer Fokus liegt u.a. auf Künstler*innen aus Ländern, deren totalitäre Regimes sie als Angriff auf ihren Machterhalt begreifen und sie deshalb verfolgen.
01.06.2021
Filmwoche und AIR InSILo Pre-launch Party
27.12.2020-03.01.2021
Besuch des Kollektivs "Question Me & Answer"
03.07.2021
Interview mit der Kuratorin von AIR InSILo
von Justina Špeirokaité
(Kuratorin von Improper Walls)
Mein persönliches Interesse an der Kulturszene in Russland und die Art, wie sie von der Politik beeinflusst wird, verstärkte sich seit einiger Zeit, insbesondere nach den letzten Ereignissen in Weißrussland. Und obwohl Weißrussland und Russland Nachbarländer meiner Heimat Litauen sind, merke ich, dass ich fast nichts davon weiß, unter welchen Umständen dort Kunst und Kultur entsteht.
Um mehr zu erfahren, habe ich mich für ein Gespräch mit Ksenia Yurkova getroffen, einer Kuratorin und Künstlerin, die kürzlich nach Österreich gezogen ist und aus ihren eigenen Erfahrungen mehr darüber erzählen kann.
28.02.2021
QM&A möchte den Prozess der Netzwerkbildung abkürzen und den Austausch zwischen schon länger in Wien ansässigen und erst kürzlich gekommenen Künstler*innen fördern. Ein wichtiges Ziel dieser Initiative ist aktives Netzwerken, das durch verschiedene Programme und Veranstaltungen erreicht wird.
Ein informelles Pre-Opening für Freunde und alle Interessierten. Da wir noch mit Corona-Einschränkungen konfrontiert sind, haben wir uns entschieden, die Pre-Launch-Party auf eine Woche zu verlängern und Zeitfenster einzurichten, um sie für alle komfortabel und sicher zu gestalten.