Emanuel Geisser und Kama Sokolnicka

Oktober 2026
Kama Sokolnicka (geb. 1978 in Polen) und Emanuel Geisser (geb. 1974 in der Schweiz) sind zwar kein fixes Künstlerduo, führen aber einen gemeinsamen Haushalt. Sie leben und arbeiten in Berlin. In den vergangenen Jahren haben sie bei zahlreichen Projekten zusammengearbeitet.
Aufgrund wiederkehrender Themen, gemeinsamer Interessen und einer insgesamt ähnlichen Herangehensweise an künstlerische Methoden sind ihre gelegentlichen Kooperationen von einer ausgeprägten Symbiose geprägt. Sie entwickeln und erforschen Konzepte aus unterschiedlichen, sich jedoch ergänzenden Perspektiven. In ihren Projekten und Ausstellungen vermischen sich eigenständig geschaffene Werke und Gemeinschaftsarbeiten und ergänzen sich gegenseitig.
Die künstlerische Praxis beider Künstler:innen ist geprägt von einem Interesse an den Naturgesetzen, physikalischen Phänomenen und den fragilen Systemen, die alles zusammenhalten. Sowohl ihre gemeinsamen als auch ihre individuellen Ansätze basieren auf Techniken der Montage und Assemblage und verbinden Collage, Zeichnung, Installation, Video und Druck mit konzeptuellen Prozessen und künstlerischer Forschung.
Von 2020 bis 2022 realisierten Geisser und Sokolnicka das Projekt „Transversal Encounter“, eine paneuropäische Forschungsreise in einem zu einer Wohn- und Arbeitskapsel umgebauten Transporter. Gemeinsam arbeiteten sie an folgenden Ausstellungen: „As Far As I Can See“ (2022) im SiC BWA Wrocław, „Incontro Trasversale“ (2024) im Meinblau, Berlin, „Ground Training“ (2024) im Forma Otwarta als Prolog zum Cosmic Era Festival in Oleśnica, „Afterglow“ (2025) im CK Zamek, Posen, und „Autobahn“ (2026) im Muzeum Architektury we Wrocławiu.